Jede Mediation hat ein Ziel: Eine (schriftliche) Vereinbarung unter den Parteien zur Regelung des Konfliktes. Dies setzt einen grundsätzlichen Einigungswillen aller Beteiligten voraus. Und die Absicht, eine Einigung auf dem Weg der Mediation zu suchen. Mediation strebt nach Lösungen für die Gegenwart und für die Zukunft. Es geht nicht um die Klärung von Schuldfragen oder um Vergangenheitsbewältigung.
Mediation ist ein ausdrücklich auf Selbstbestimmung der Teilnehmenden ausgerichtetes Verfahren, welches auf der Basis von Freiwilligkeit funktioniert. Alle Teilnehmenden sollen jederzeit die Freiheit haben, die Mediation zu beenden oder zu unterbrechen.
Mediation braucht Informiertheit. Konstruktive Verhandlungen und faire Lösungen sind nur möglich, wenn die Teilnehmenden über alle Informationen verfügen, welche als Grundlagen für die zu treffenden Entscheidungen notwendig sind. Dazu gehört eine umfassende Kenntnis der Tatsachen sowie der gesetzlichen Ansprüche, Rechte und Pflichten. Informiert sein heisst aber auch, sich die eigenen Interessen, Bedürfnisse und Wünsche bewusst zu machen. Wissen bedeutet Macht, und ein unterschiedlicher Wissensstand führt unweigerlich zu einem Machtgefälle unter den Beteiligten: keine gute Voraussetzung für eine Mediation. Deshalb verpflichten sich die Parteien, alle für die Verhandlungen und Entscheidungen wichtigen Informationen offenzulegen und die Belege und Dokumente dazu auszutauschen.
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